Bernhard Luginbühl
Das Museum Goch präsentiert die Werke des Schweizer Bildhauers Bernhard Luginbühl. Im Fokus steht eine eindrucksvolle Zeichnung aus dem Jahr 2004, die wie ein Tagebuch der Weihnachtstage wirkt.
Bernhard Luginbühl
Das Museum Goch zeigt die Ausstellung „Bernhard Luginbühl“ mit Werken des Schweizer Bildhauers und Zeichners. Im Mittelpunkt steht eine außergewöhnlich lange Zeichnung aus dem Jahr 2004: Das Werk misst 349 cm und entstand über die Weihnachtstage. Nach Beschreibung des Museums kann die Arbeit wie eine Art Tagebuch dieser Tage gelesen werden – zugleich wie ein gedanklicher Plan, der zwischen Maschine, Fragment, Ornament und erzählerischem Bildraum pendelt.
Bernhard Luginbühl ist vor allem als Bildhauer und Eisenplastiker bekannt. In der Gocher Ausstellung wird jedoch sichtbar, wie eng sein plastisches Denken mit dem Zeichnen verbunden ist. Speichenräder, Transmissionsbänder, Liniengefüge und maschinenartige Formen erinnern an Konstruktionen und Bewegungsabläufe. Gleichzeitig lösen sich diese Elemente auf dem Papier von jeder technischen Funktion. Was wie ein genauer Plan beginnt, wird zu einer offenen, spielerischen und teilweise chaotischen Bildlandschaft.
Gerade diese Spannung macht die Ausstellung im Museum Goch interessant: Luginbühl überträgt die Energie seiner großen Maschinen- und Eisenplastiken in das Medium der Zeichnung. Zahnräder und Motive müssen hier nicht funktionieren, sondern können sich frei entfalten. Einzelne Wörter, kurze Sätze und comicartige Einschübe verstärken den erzählerischen Charakter der Arbeit. So entsteht ein Werk, das beim Betrachten langsam erschlossen werden will und immer neue Details freigibt.
Die Ausstellung bietet damit einen konzentrierten Blick auf eine weniger monumentale, aber zentrale Seite von Luginbühls Schaffen. Wer sich für Zeichnung, Schweizer Kunst, Bildhauerei, Grafik und künstlerische Prozesse interessiert, findet im Museum Goch eine ruhige, genaue Annäherung an einen Künstler, der Bewegung, Materialwiderstand, Humor und Formfantasie miteinander verband. Sämtliche Werke der Ausstellung stammen aus dem Besitz von Basil Luginbühl, dem Sohn des Künstlers.
Das Museum Goch befindet sich in der Kastellstraße 9, 47574 Goch. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr; montags ist geschlossen. Der Eintritt kostet 4 €, ermäßigt 2 €. Vor dem Import sollte die genaue Laufzeit redaktionell geprüft werden, da die Detailseite „verlängert bis 16. August 2026“ nennt, während die Ausstellungsübersicht 22.03.2026 bis 26.08.2026 aufführt.
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